Tiere in Tierversuchen raus aus dem Tierschutzgesetz: Ein Kehraus der moralischen und rechtlichen Schutznormen für Versuchstiere?
Erschienen in der tierärztezeitung 04/2025. Mit freundlicher Genehmigung der Autor*innen und des Herausgebers.
Erschienen in der tierärztezeitung 04/2025. Mit freundlicher Genehmigung der Autor*innen und des Herausgebers.
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Wer Tiere in Tierversuchen benutzt, sollte zumindest das Tierschutzgesetz einhalten müssen, das ja jetzt schon für Tierversuche sehr viele Ausnahmen vorsieht. Schon jetzt sind die Haltungsbedingungen z. B. von Kaninchen für Tierversuche noch enger und noch weniger der Art und den Bedürfnissen der Tiere entsprechend als sogar in der Massentierhaltung in welcher die Tiere ebenfalls leiden, aber noch mehr Auflagen haben als im Bereich der Tierversuche. Der Versuch an sich ist für TIere oft mit Schmerzen und Leiden verbunden. Doch wenigstens die Haltung sollte keine weiteren Leiden verursachen! Zudem muss sichergestellt werden, dass gründlich geprüft wird, ob stattdessen nicht tierfreie Methoden (New advanced methods, NAM) zur Verfügung stehen, die auf Menschen meist sogar besser übertragbar sind. Auch die Tötung sollte nicht ohne vernünftigen Grund erfolgen. Das Tierschutzgesetz hat hier unbedingt weiterhin seine Berechtigung, um Tieren wenigstens minimalen Schutz zuzugestehen!
Was die Autoren geschrieben haben, ist völlig richtig! Das Problem besteht m.E. darin, daß die artgerechten Lebensweisen von Tieren nicht in der Weise in der tierärztlichen Ausbildung gelehrt werden, das die späteren Tierärzte wissen, unter ausschließlich welchen Lebensbedingungen Tiere gesund bleiben können! Das merkt man ja nicht nur bei der Versuchstierhaltung, sondern auch bei allen anderen Tieren (Pferde, Hunde, Geflügel…..) in der Hobbyhaltung und noch mehr in der „Nutztier“haltung!
Tierversuche sind in meinem Empfinden skandalös, unethische, herzlos, hinterhältig, völlig sinnlos (außer für den Doktoranden oder jemand, der noch ein paar Paper braucht). Die Lebensbedingungen der Versuchstiere sind krankmachende Folter! Und Ergebnisse von versuchen an Folteropfern sollen einen Sinn haben, der auch noch auf Menschen übertragbar ist?